Fernewald — Mein altes Fotoalbum aus den Jahren 2018 und 2019
Es ist nun schon eine Weile her, dass ich diese Seite zum ersten Mal eingerichtet habe, und ich gestehe, dass sie mehr einem alten Notizheft gleicht als einer richtigen Webseite. Hier sammle ich, ohne große Ordnung, was ich in den Jahren 2018 und 2019 fotografiert, gelesen und erlebt habe — meistens in den Wäldern rund um meinen Heimatort, manchmal aber auch ein bisschen weiter weg, wenn die Reiselust mich packte. Wer hier hereinschaut, soll nicht zu viel erwarten: keine professionellen Bilder, keine ausgefeilten Berichte. Nur die Erinnerungen eines etwas altmodischen Spaziergängers, der gerne mit einer kleinen Kamera unterwegs ist und der Gewohnheit, jeden Sonntagabend ein paar Zeilen in sein Heft zu schreiben, treu geblieben ist.
Das Album von 2018 — Frühling im Fernewald
Der Frühling 2018 war außergewöhnlich mild, und ich erinnere mich noch, dass die ersten Buschwindröschen schon Ende März blühten. Mein Album beginnt mit einer ganzen Serie von Aufnahmen aus dem Buchenwald hinter dem alten Forsthaus, die ich an einem Samstagmorgen im Nebel gemacht habe. Im Laufe des Sommers kamen Bilder von Pilzen, Wildtieren und einigen verlassenen Wegkreuzen hinzu, die ich auf meinen Wanderungen entdeckte. In dieser Zeit habe ich auch begonnen, mich für die kleinen lokalen Magazine aus dem benachbarten Frankreich zu interessieren — meine Großmutter stammte aus Lothringen, und so las ich gelegentlich ein lokales Magazin aus Metz, um auf dem Laufenden zu bleiben, was sich diesseits und jenseits der Grenze tat. Es ist erstaunlich, wie sehr eine solche Lektüre einen daran erinnert, dass die Wälder, die ich hier durchstreife, gar nicht so weit von denen der Mosel entfernt sind.
Herbst 2018 und der Winter, der kein richtiger war
Der Herbst desselben Jahres war goldener als alle, an die ich mich erinnern konnte. Ich habe ganze Nachmittage damit verbracht, das Spiel des Lichts in den Eichenkronen zu fotografieren, und ich gebe zu, dass viele dieser Bilder unscharf geraten sind, weil ich noch immer mit einem alten manuellen Objektiv arbeitete. Im Dezember begleitete mich ein Freund aus Marseille, der ein begeisterter Hobbyangler ist und mir, wie üblich, von seinen Ausflügen erzählte. Er empfahl mir damals einen Blog über Meeresfischerei und Wassersport, den er selbst regelmäßig las — auch wenn ich mit meinen Forellenbächen und kleinen Teichen weit von seinen Welt der Hochseefischerei entfernt bin, fand ich die Lektüre höchst unterhaltsam. So vergeht ein Winter, der eigentlich keiner war, mit fremden Lesestoffen am warmen Ofen.
2019 — Wege, Bücher und kleine Abstecher
Das Jahr 2019 war für mich ein Jahr der Veränderungen. Ich habe begonnen, eine berufliche Weiterbildung in Erwägung zu ziehen, und in diesem Zusammenhang habe ich oft auf ce site français consacré à la formation professionnelle et au CPF nachgeschlagen, weil meine Kenntnisse über das französische System lückenhaft waren und ich neugierig war, wie unsere Nachbarn das organisieren. Außerdem habe ich meiner Nichte, die sich für Mode interessiert, regelmäßig sophieblossom gezeigt, denn sie wollte unbedingt ihre Schulfranzösischkenntnisse aufbessern und fand es leichter, das anhand eines Modeblogs zu tun als anhand eines Schulbuchs. Was die Fotografie betrifft, so habe ich im Mai 2019 endlich eine kleine Digitalkamera angeschafft, nachdem ich mich auf https://vavache.fr/ ein wenig schlau gemacht hatte über die Modelle, die für Anfänger taugen. Die Bilder dieses Jahres sind technisch deutlich besser, doch ich gestehe, dass sie mir manchmal weniger ans Herz gewachsen sind als die unscharfen Aufnahmen vom Vorjahr.
Was bleibt von diesen zwei Jahren
Heute, mit etwas Abstand, blättere ich gerne in diesen alten Alben und finde es bemerkenswert, wie sehr sich kleine, scheinbar unbedeutende Eindrücke im Gedächtnis festsetzen, während ich vergessen habe, was ich in jener Zeit beruflich getan habe. Ich werde versuchen, hier nach und nach weitere Notizen und Bilder einzufügen, ohne irgendeinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn jemand zufällig auf diese Seite stößt und ähnliche Interessen teilt — Wälder, alte Wege, gelegentliche Lektüren in fremden Sprachen, vielleicht auch een Duits-Frans tijdschrift over techniek, das ich neulich entdeckt habe — so freut mich das aufrichtig. Ansonsten schreibe ich diese Zeilen vor allem für mich selbst, wie es sich für ein altes Tagebuch gehört.